HINTERSCHACHNERHOF Familie Anker SPECK KÄSE MARMELADE BROT Niederndorferberg TIROL
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HINTERSCHACHNERHOF Familie Anker SPECK KÄSE MARMELADE BROT Niederndorferberg TIROL

Praschberg 6 6346 Niederndorferberg

Öffnungszeiten

Unser Hofladen ist für Sie nach Vereinbarung geöffnet! Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Von Minischweinen, Westernpferden und bäuerlichen Spezialitäten

Bewirtschafter:
Claudia und Anton Anker-Feistl mit Anton, Josef und Johanna Anker, Angelika Anker

Ausbildung:
2000 Abschluss Facharbeiterin an der LLA Weitau, St. Johann in Tirol
2002 Lehrabschlussprüfung Bürokauffrau
2009 Reitpädagogische Betreuung
2012 Meister Landwirtschaft, Nov. 2012 Ehrung zur Besten Meisterin 2011/2012 Sparte Landwirtschaft
2016 Schule am Bauernhof am LFI

Betriebszweige:

Schweinemast mit 1 Zuchteber und 5 Zuchtsauen mit Nachzucht
Milchviehhaltung mit 10 Stück Tiroler Braunvieh mit Nachzucht
Direktvermarktung (Speck- und Wurstspezialitäten, Käse, Bauernbrot, Marmeladen)
40 Hühner
2 Pintos (Westernpferde)

Der Hinterschachnerhof am Niederndorferberg bietet preisgekrönte bäuerliche Spezialitäten und Landwirtschaft zum Anfassen.

Die Kuh, die unter dem Schild „Schachner Saloon“ steht, schaut neugierig her und die gefleckten Minischweine in ihrem Gehege grunzen einen freundlich an, wenn man den Hinterschachnerhof, hoch droben am Niederndorferberg auf 1000 Metern Seehöhe, betritt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, wie es so schön heißt. Dass alles läuft, ist Aufgabe von Claudia Anker-Feistl, die den eingetragenen Erbhof 2015 von ihrem Vater übernommen hat.

Familienbetrieb
Die 34-jährige Betriebsleiterin ist auf dem Hinterschachnerhof, der seit über 200 Jahren besteht und für eine der acht blauen Rauten am Ortswappen vom Niederndorferberg steht, aufgewachsen. Schon als Kind hat sie ihren Eltern Josef und Johanna Anker leidenschaftlich gern im Stall geholfen. Für sie war es dann eigentlich ganz logisch, den Betrieb 2015 zu übernehmen. Und sich, wie ihr Vater, der Direktvermarktung zu verschreiben. Speck und Wurstwaren sowie Käse und Bauernbrot sind die Erzeugnisse, für die der Hof bekannt ist.

Mit Claudia auf dem Hof leben ihr Mann Anton Feistl, der 5-jährige Sohnemann Anton, ihre Tante Angelika Anker und die 88-jährige Großmutter Aloisia.

Bei Arbeitsspitzen wie der Heuernte helfen alle tatkräftig mit. Auch die Schwester, die in der Nachbarschaft wohnt, ist oft zur Stelle.
Im normalen Arbeitsalltag sind es vor allem Vater Josef und Mann Anton, die im Stall stehen, und Angelika, die jeden Donnerstag und Freitag den Ofen in der hofeigenen Brotbackstube für das Bauernbrot anheizt und zusammen mit Claudia die Milch der zehn Braunvieh-Kühe zu Käse macht.

Direktvermarkter
Direkt am Hof wird außerdem alle 14 Tage geschlachtet, und das Schweinefleisch zu Speck und Wurstwaren verarbeitet. Vermarktet werden die entstandenen, mehrfach prämierten Spezialitäten dann am Freitag auf dem Wochenmarkt in St. Johann und während der Gemüsesaison auch am Samstag am Marktstand von Gartenbau Strillinger in Kufstein, sowie auf Anfrage direkt ab Hof. Für die Zukunft ist auch ein 24-Stunden-Selbstbedienungsautomat angedacht – die Kunden werden nämlich immer mehr. Claudia Anker-Feistl ist sich sicher, dass der Markt für regionale Produkte vom Bauernhof noch lange nicht erschöpft ist. Vor allem beim Fleisch würden immer mehr Konsumenten Wert darauf legen, zu wissen, woher es kommt und Regionalität schätzen.

Der Hinterschachnerhof funktioniert nur durch die Direktvermarktung als Vollerwerbshof, angefangen hat damit Claudias Vater Josef und dessen Schwester Angelika Mitte der 1990er-Jahre. Mit dem EU-Beitritt Österreichs und dem damit einhergehenden Sturz des Preises für die Nachzucht war es für ihn als Schweinebauer eine Möglichkeit, anderweitig an seinen Tieren zu verdienen. So hat er mit der Speckproduktion angefangen, und seither damit viele Preise gewonnen – zuletzt erreichte der Karreespeck vom Hinterschachnerhof Bronze und der Bauchspeck Silber – sowohl bei der Alpe-Adria-Prämierung als auch auf der Messe Wieselburg 2018.

Vorbilder
Claudia habe zwar mittlerweile viel übernommen und wachse immer mehr in die Speckproduktion hinein, zu verdanken seien die vielen Ehrungen aber nach wie vor ihrem Vater, der seine Erfahrung und das nötige Feingefühl hineinbringe. Das zweite Vorbild für Claudia sei Tante Angelika, die nicht nur die Produktion vom Brot und den veredelten Käsespezialitäten ins Leben gerufen hat, sondern auch eine der ersten Bäuerinnen war, die beim Projekt „Schule am Bauernhof“ mitwirkte. Von ihr ist das Engagement auf Claudia übergegangen, die 2016 die Ausbildung dazu am LFI absolvierte.

Erlebnisbauernhof
Drei bis vier Mal im Jahr kommen Klassen aus den naheliegenden Schulen auf den Hof und backen zusammen mit den zwei Bäuerinnen Brot, basteln Vogelfutterkugeln oder binden Palmbuschen. Auf Anfrage sind Kinder jederzeit eingeladen, Landwirtschaft hautnah am Hinterschachnerhof zu erleben – zwei besonders freundliche Gesellen zum Anfassen sind neben den Minischweinen auch Claudias Westernpferde. Das Westernreiten ist für sie seit ihren Jugendjahren Hobby und Leidenschaft, dazu hat sie die Ausbildung zur Wanderreitführerin und Reitpädagogischen Betreuerin absolviert und einige Jahre intensiv mit Kindern gearbeitet. Zurzeit bleibe dafür nur sehr wenig Zeit – den Fokus legt sie momentan auf die Produktion der Spezialitäten vom Hinterschachnerhof.